Dienstag, 13. August, wir sind mit dem Samurai unterwegs, |
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kurz vor der Grundstückseinfahrt will der Samurai nicht mehr, Streik. Er stirbt ab und springt nicht mehr an. Ratlosigkeit, was nun? |
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Sichtkontrolle, Ratten waren im Motorraum, Schläuche und Kabel sind angeknabbert, Rattenkot. Unsere Diagnose, Treibstoffzufuhr oder Zündung. Da nicht mal ein Radmutternschlüssel im Auto ist erübrigt sich die Frage nach weiterem Werkzeug. Wir gehen die 2 Kilometer zu Fuß nach Hause, die Nacht bricht ein. Ein neuer Tag, Morgenfrost, |
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der Feldweg ist hart und trocken, wir werden mit dem Jimmy den Samurai nach Hause schleppen. |
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Doch der Samurai springt wieder an, keiner weiß warum, die Freude ist groß. Der Samurai stirbt wieder ab, keiner weiß warum, die Freude ist nicht mehr so groß. Reparaturtag, nein Reparaturtage, es wird probiert und gesucht. Zündung, Treibstoffversorgung, der Pedro zieht an jedem Stecker und untersucht jedes Kabel. Irgendwann geht gar nichts mehr, Ratlosigkeit, zu Tode repariert. Ich habe längst aufgegeben, der Pedro bleibt hartnäckig, er stellt fest, ist der Motor kalt läuft das Auto, wird er warm stirbt es ab. Der Nachbar, der mit den Töchtern, gibt telefonisch einen Tip: Zündspule. |
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Reparaturanleitungen und Schaltpläne aus dem Internet werden gedruckt. Hauptverdächtig ist die Zündspule, Kurzschluß bei Betriebstemperatur, doch das Internet verdächtigt aber auch den Hallgeber, einen Bauteil der die Motordrehzahl am Zündverteiler mißt. Der Tip des Nachbarn, kaltes Wasser über die warme Zündspule gießen. Und siehe da, kalte Zündspule der Suzuki läuft, warme Zündspule der Suzuki steht, das muß es sein. |
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Samstag, 17. August 2013, meine Abreise naht. Der Suzuki ist immer noch defekt, kalt läuft er, warm stirbt er ab. Der Pedro fährt mit dem Samurai den Berg hinunter, |
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fast immer ohne laufenden Motor, es geht fast immer bergab. Als Gepäck eiskaltes Wasser, für den Fall des Falles, die erste wassergekühlte Zündspule der Welt. Vom nächsten Ort reist der Pedro mit dem Bus 80 km nach Temuco, Zündspule kaufen, mit dem Bus reist der Pedro die 80 km retour. Die Zündspule im Tal einbauen, den Berg hoch, so ist der Plan. Samstag, 17. August 2013, meine Abreise naht, was unternehme ich? |
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Wir haben bei der Nachbarin, nicht bei der mit den Töchtern sondern bei der mit dem 16 jährigen Sohn, ein Lamm bestellt. Ein Abschiedsgeschenk von Pedro und Edi an mich, ich will es mit auf die Reise nehmen. |
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Die Piste zur Nachbarin ist mit dem Jimmy trotz 4 Ketten nicht befahrbar, zu eng, zu viele überhängende Äste, zu matschig. |
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Auf mit dem Rücksack Richtung Nachbarin, auf mit dem Rücksack ins Tal. |
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Auf meinem langen Weg treffe ich nur einen Mann, er sagt er ist Mapuche, er sagt seine Kommune habe hier vor 3 Jahren Land gekauft. Der Mann den ich treffe der ist friedlich, hier gibt es keine Probleme mit den Mapuche. Einige hundert Kilometer geht es nicht so friedlich zu, einige Berichte aus dem Internet: „Die Mapuche in Chile: Mit gut einer Million machen die Angehörigen der Mapuche knapp 7 Prozent der chilenischen Bevölkerung aus. Noch im 19. Jahrhundert gehörten ihnen fünf Millionen Hektar Land. Während der Pinochet-Diktatur wurden sie in kleine Reservate, sogenannte Comunidades, zurückgedrängt. Nach der Rückkehr zur Demokratie wurde den Mapuche nur ein kleiner Teil ihres Landes rückübertragen. Ein radikaler Teil der Mapuche klagt weiterhin über koloniale Herrschaftsverhältnisse im chilenischen Staat. Sie kämpfen für die Rückgewinnung von Land. Deshalb blockieren sie Straßen oder begehen Brandanschläge auf Scheunen oder Lkws für den Holztransport.“ „8. Jänner 2013 Vilcún, Chile: Großgrundbesitzer sterben bei Brandanschlag: In Chile ist in Folge eines Brandanschlags ein aus Europa stammendes Großgrundbesitzer-Ehepaar ums Leben gekommen. Die Eheleute Bernard Luchsinger und Vivianne McKay starben vergangenen Freitag in ihrem Haus in der südchilenischen Region La Araucanía. Bernard Luchsinger stammt von deutschschweizerischen Einwanderern ab. Der Vetter des getöteten Farmbesitzers sagte, daß maskierte Indianer schon mehrfach die Farm seiner Familie angegriffen hätten. Er beschwerte sich, daß die erhebliche polizeiliche Präsenz in der Region es versäumt, die Gewalt zu kontrollieren. Vertreter der Regierung beschuldigen Angehörige der Mapuche-Volksgruppe, den Anschlag begangen zu haben, da der Grundbesitz der Familien seit langem von den indigenen Gemeinden beansprucht wird. Nach Darstellung der Polizei sollen Vermummte in den frühen Morgenstunden das Feuer gelegt haben. Ein Machi, wie die männlichen oder weiblichen Schamanen der Mapuche genannt werden, wurde von der Militärpolizei festgenommen und mit einer Schußverletzung ins Krankenhaus gebracht. Am Tag vor dem Brand fanden landesweit Demonstrationen statt, um an den Tod des Mapuche- Studenten Matías Catrileo vor fünf Jahren zu erinnern. Matías Catrileo war am Terrain der Familie Luchsinger durch einen Schuß in den Rücken von einem chilenischen Polizisten getötet worden. Der Konflikt zwischen Großgrundbesitzern und der indigenen Bevölkerung im Süden Chiles geht bis ins Jahr 1883 zurück, als die Mapuche von der chilenischen Armee besiegt und in Reservate gesperrt wurden. Chilenische und ausländische Siedler wurden gezielt angeworben, um die traditionellen Territorien der Indigenen zu bevölkern. Die Marginalisierung der Mapuche in den Reservaten verschlimmerte sich noch, da die Siedler sich Land der Reservate illegal aneigneten und legalisieren ließen. Im Jahre 1906 erwarb die Familie Luchsinger 60 Hektar Land in Vilcún von einem deutschen Einwanderer und vergrößerte ihren Grundbesitz später auf 1.200 Hektar. Die Mapuche-Gemeinden im Süden Chiles fordern die Rückerstattung von Ländereien, die sie als Ureinwohner besaßen. Durch die europäische Kolonisierung, betrügerische Besetzung, gefälschte Verträge und wirtschaftliche Überausbeutung der Naturressourcen verloren sie ihren Grundbesitz. Der Direktor des Programms für indigene Rechte betonte, daß die Mapuche keine Schuld an den Ereignissen trifft. In einem Gespräch zeigt er sich davon überzeugt, daß die Täter keine Beziehung zu den kulturellen und religiösen Werten der Mapuche hätten, da Respekt und Achtung vor dem menschlichen Leben für sie essentiell seien. Auch eine indigene Organisation kritisiert die vorschnelle Beurteilung der Tat als einen Terroranschlag durch Mapuche-Aktivisten. Nach dem Brandanschlag führte die Militärpolizei gewaltsame Razzien in den Reservaten der Region durch. Die Razzien fordern bereits jetzt Verletze auf Seiten der Indigenen.“ Soviel zu den Problemen von Siedlern und Indigenen in Chile. Ich verabschiede mich von dem netten Mann, wenige hundert Meter vor mir taucht das Anwesen der Nachbarin auf, Nebel. |
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Ich war schon mal da, Geburtstagsfeier, im Haus leben die Großmutter, die Mutter und ihr Sohn. |
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Die Nachbarin ist ein Prachtexemplar von Weib, sie wäre zu haben, aber ich will nicht die Nachbarin sondern ich will nur ihr Schaf. |
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Raus in den Stall, ein Schaf wird ausgesucht, raus auf die Wiese zur Schlachtstelle. |
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Wir binden dem Schaf 2 Vorderfüße und einen Hinterfuß zusammen damit es nicht zappeln kann. |
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Das lebende Schaf wird mit dem freien Hinterfuß auf eine Stange gehängt. |
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Habe ich die Schafe in Österreich vor dem Schlachten betäubt so werden in Südamerika die Schafe ohne Betäubung geschächtet.
Ich übernehme das Schlachten, das Schaf ahnt nichts. Ein Schnitt durch die Halsschlagader, ein paar Zuckungen, der Lebenssaft rinnt aus. |
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Nach wenigen Minuten ist die Seele des Schafes im Schafshimmel, hier auf Erden bleibt das Fleisch. Schaf häuten, |
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